Kleinbergbau in der DR Kongo

Author: Glencore | Datum: 05/07/2019

Vom Kleinbergbau leben direkt oder indirekt über die Wertschöpfungskette weltweit über 100 Millionen Menschen. Der Kleinbergbau ist nicht immer illegal, er birgt aber häufig erhebliche Sicherheits- und Umweltrisiken. 

Es sind die Art und Weise, wie der Kleinbergbau ausgeführt wird, die ihn so gefährlich machen. Oftmals erfolgt er mittels einfachen Werkzeugen und in Handarbeit. Nicht selten sind auch Frauen und Kinder im Kleinbergbau tätig.
Korruption sowie Menschenrechtsverletzungen sind im Kleinbergbau weit verbreitet. Dennoch ist er vielerorts die wichtigste Existenzgrundlage. Das gilt gerade für Subsahara-Afrika, wo Millionen Menschen keine andere Einkommensquelle haben.

In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) hat der Kleinbergbau eine lange Tradition und weist viele Formen auf – von offiziellen Kooperativen bis hin zu kleinen Gruppen von Kleinbergbauarbeitern, die illegal in konzessionierten Gebieten arbeiten. 

Glencore ist in der DR Kongo mit zwei Industriebetrieben präsent, der Kamoto Copper Company (KCC) und der Mutanda Mining (Mutanda). Dort beschäftigen wir insgesamt über 15‘000 Mitarbeitende und Auftragnehmer. 

In der Region in der wir tätig sind, gibt es kaum andere Erwerbszweige als den Bergbau. Glencore engagiert sich deshalb zusammen mit lokalen Genossenschaften, um alternative Beschäftigungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung aufzubauen.

Kennzahlen

140

Genossenschaften unterstützt

>4'000

Menschen erhalten Dank diesen Genossenschaften Unterstützung

9'000

Kinder besuchten 2018 die Ferienlager

Eine Alternative zum Kleinbergbau bieten


Um nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bevölkerung zu schaffen, arbeitet Glencore mit Genossenschaften zusammen, die ein breites Spektrum von Aktivitäten abdecken. Dazu gehören u. a.  Landwirtschaft und Viehzucht, Milchwirtschaft, Schweissen, Nähen oder Tischlern. 

Die Hälfte der Mitarbeitenden dieser Genossenschaften sind ehemalige Kleinbergbauarbeiterinnen und Kleinbergbauarbeiter. 60% der von ihnen abhängigen Angehörigen sind Kinder, die weiter zur Schule gehen können, weil ihre Familien dank der Arbeit in den Genossenschaften die Schulgebühren bezahlen können. 

2018 haben wir 140 Kooperativen unterstützt, die mehr als 4‘000 Menschen ein Einkommen sichern.

Zudem organisieren wir in Zusammenarbeit mit lokalen NGOs und Kirchen Ferienlager, um Schulkinder von der Arbeit im Kleinbergbau abzuhalten. Diese Ferienlager bieten ein vielseitiges Programm – von Theaterspielen, Malen und Musizieren bis hin zu Diskussionen über die Gefahren des Kleinbergbaus und die Bedeutung von Bildung. Den Teilnehmenden wird täglich eine Mahlzeit offeriert und am Ende des Ferienlagers erhält jedes Kind eine Schuluniform. 2018 haben 9‘000 Kinder teilgenommen.

Seit wir die Ferienlager organisieren, stellen wir fest, dass die Zahl der Kinder, die im Kleinbergbau arbeiten, stetig sinkt und die Schülerzahlen nach den Ferien steigen.