Im Fokus: Die wichtige Rolle der Rohstoffe für die E-Revolution

veröffentlicht: 15/09/2022

Beinahe andächtig steht die junge Frau am Rande der Kobaltmine, die sich vor ihr in der kongolesischen Landschaft ausbreitet. «Wow, ich wusste gar nicht, wie gross und weitläufig diese Anlagen sind», meint sie beeindruckt – und schwebt näher heran, um den Bagger genauer unter die Lupe zu nehmen.

Schwebt? Genau, denn die junge Dame befand sich zu keinem Zeitpunkt wirklich in der Demokratischen Republik Kongo: Ihr Ausflug in die Kobaltmine war Teil des Virtual-Reality-Rundgangs, den Besucherinnen und Besucher des E-Mobilitätstags Zug 2022 am Glencore-Stand erleben konnten. Die Veranstaltung, die am 10. September auf dem Areal der Zugerland Verkehrsbetriebe zum zweiten Mal stattfand, soll der Bevölkerung aktuelle Themen, Technologien und Produkte mit Bezug zur E-Mobilität näherbringen. «Und da durften wir natürlich nicht fehlen», sagt Glencore-Mitarbeiterin Caterina Beffa. Denn Glencore ist eine der führenden Herstellerinnen und Vermarkterinnen der für die Elektromobilität wichtigen Rohstoffe.

 

Rohstoffe, die zu Innovationen beitragen

Wie ist das zu verstehen? Die Dekarbonisierung und damit das Reduzieren von Treibhausgasemissionen ist integraler Bestandteil der Schweizer Klimastrategie. Dass die Förderung spezifischer Rohstoffe für emissionsarme Technologien eine essenzielle Rolle spielen, wurde am Glencore-Stand deutlich: Im Pavillon konnten Besucherinnen und Besucher auf interaktive Weise allerhand Wissenswertes über Metalle wie Zink, Nickel, Kobalt, und Kupfer erfahren. «Diese Metalle sind wichtige Bestandteile für die Energie- und Mobilitätswende, da sie in Batterien und anderen innovativen Speicherlösungen zum Einsatz kommen», erklärt Caterina. Denn das Nutzungspotenzial dieser Technologien geht über den Mobilitätsbereich hinaus: Moderne Energiespeicher machen es möglich, dass Gebäude sowie ganze Siedlungen ihren per Solaranlage gewonnenen Strom speichern und bedarfsgerecht zuführen können.

In Kreisen denken

Dass die Gesellschaft vermehrt auf elektrische Mobilität umsattelt, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren Zukunft. Natürlich steigt dadurch aber auch die Nachfrage nach Rohstoffen. Neue Quellen zu erschliessen und diese, ebenso wie die bestehenden, möglichst optimal zu nutzen, ist ein Muss. Das allein wird aber nicht ausreichen: «Darum engagieren wir uns stark im Bereich der Kreislaufwirtschaft», führt Caterina aus. «Wir sind eine der führenden Recyclerinnen von Elektroschrott.» Viele Metalle wie Kupfer und Kobalt werden in Elektrogeräten wie Smartphones und Tablets verwendet. Diese Metalle zurückzugewinnen birgt eine enorme Chance, um mitzuhelfen den Rohstoffbedarf der «E-Gesellschaft» langfristig und nachhaltig zu decken. Denn gemäss dem UN E-Waste Monitor ist Elektroschrott die am schnellsten wachsende Abfallart: Von 53,6 Millionen Tonnen 2019 wird das Volumen bis 2030 voraussichtlich auf 74,7 Millionen Tonnen wachsen.  Weltweit werden aktuell weniger als 20% des Elektroschrotts gesammelt und rezykliert.

 

Rohstoffe für eine kohlenstoffarme Mobilität

Dieser Ansatz fand auch bei den Besucherinnen und Besuchern der Mobilitätstage enormen Anklang. «Uns war nicht bewusst, wie wichtig diese Metalle sind, um die Mobilitätswende einzuleiten», resümierte ein Ehepaar nach dem gemeinsamen Rundgang durch den Glencore-Stand. Ein anderer Besucher – der in der Erdölbranche tätig ist – gab sich ebenfalls beeindruckt. «Das Recycling von Metallen erachte ich als entscheidend, damit wir schrittweise neue Mobilitätslösungen entwickeln können.» Denn auch die E-Mobilität müsse nachhaltig umgesetzt werden. Dann habe er auch kein Problem damit, wenn die Nachfrage nach den Produkten seines Sektors abnimmt, meinte er augenzwinkernd.

Verantwortungsvolle Kobalt-Förderung
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