Zurück Einblicke & Geschichten

Glencore neu Mitglied bei der Fair Cobalt Alliance

Author: Glencore | Datum: 24/08/2020

Unser Ansatz im Bereich von artisanal betriebenem Kleinbergbau

Wir sind stolz, unsere Mitgliedschaft in der Fair Cobalt Alliance (FCA) bekannt zu geben. Die FCA ist eine Vereinigung von verschiedenen Partnern mit dem Ziel, einen positiven Wandel im Bereich des artisanal betriebenen Kleinbergbau für Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo zu bewirken. 

Kobalt ist ein wichtiger Rohstoff, um die Energie- und Mobilitätswende anzugehen und ist zum Beispiel in Batterien für Elektrofahrzeuge oder Mobiltelefonen zu finden. Die grosse Mehrheit wird als Nebenprodukt von Kupfer in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) von industriellen Betrieben wie den unseren abgebaut. Ein kleiner Teil stammt aber auch von artisanal betriebenen Minen (artisanal and small-scale mines, ASM). Diese sind nicht immer illegal, bergen aber häufig erhebliche Sicherheits- und Umweltrisiken. In der DR Kongo arbeiten über zwei Millionen Menschen im ASM – ein hohes wirtschaftliches Potenzial für die lokale Bevölkerung mit Blick auf Beschäftigung und Einkommen.

Die FCAsetzt sich dafür ein, die seit langem bestehenden Herausforderungen im ASM, wie etwa Kinder- und Zwangsarbeit sowie andere gefährliche Arbeitspraktiken, zu bekämpfen. Dies soll durch eine Professionalisierung des ASMs, Einführung von verantwortungsvollen Arbeitspraktiken und der Förderung von alternativen Erwerbseinkommen erfolgen. Damit soll das Einkommen erhöht und die Armut der lokalen Bevölkerung verringert werden. 


Gemeinsam die Herausforderungen angehen

Durch unsere Mitgliedschaft bei der FCA werden wir ASM-Kooperativen unterstützen, ihre Arbeitsweisen schrittweise zu verbessern und den internationalen Standards anzupassen. Insbesondere gilt es, Kinderarbeit im Abbau vom Kobalt durch ASM zu verhindern. Hierfür engagieren wir uns gemeinsam mit der kongolesischen Regierung, der OECD, der Zivilgesellschaft sowie mit unseren Kunden. Gemeinsam suchen wir nach Lösungen, wie der ASM und der industrielle Bergbau, wie wir ihn betreiben, als getrennte und doch sich ergänzende Sektoren erfolgreich und nachhaltig koexistieren können. 

Glencore

Unser Ansatz

Unsere Tätigkeiten sind durch ethisches und verantwortungsvolles Handeln geprägt. Als eines der weltweit bedeutendsten industriellen Bergbau- und Handelsunternehmen von Kupfer und Kobalt kaufen, verarbeiten und handeln wir keine Rohstoffe, die durch artisanal betriebenen Kleinbergbau (ASM) gewonnen wurden. Weiter tolerieren wir keine Form von Kinder- oder Zwangsarbeit in unserer Lieferkette und akzeptieren kein illegales Eindringen in unsere Minen.

Wir begrüssen die Bemühungen von lokalen und internationalen Initiativen und internationalen Organisationen, um die Praktiken vor Ort zu verbessern. Neben der Mitgliedschaft bei der FCA beteiligen wir uns auch als Mitglied der Responsible Minerals Initiative und der Global Battery Alliance an Programmen zur Entwicklung von Standards, welche den verantwortungsvollen artisanalen und Kleinbergbau fördern.

Wir sind überzeugt, dass der legale artisanal betriebene Kleinbergbau eine wichtige und nachhaltige Rolle in der Wirtschaft der DR Kongo spielen kann. Voraussetzung ist aber, dass dieser verantwortungsvoll und transparent betrieben wird.

Lokale Zusammenarbeit für echte Verbesserungen vor Ort

Als verantwortungsvolles Unternehmen ist es Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie, die Probleme vom ASM nachhaltig zu adressieren. Für tatsächliche Verbesserung ist die lokale Zusammenarbeit massgebend, um soziale Herausforderungen in den Regionen, in denen wir tätig sind, anzugehen. Aus diesem Grund unterstützt unser Betrieb Kamoto Copper Company (KCC) die Entwicklung vor Ort mit zahlreichen Programmen. Dazu gehören verschiedene gemeinnützige Initiativen zur Bekämpfung der Kinderarbeit und zur Entwicklung alternativer Einkommensquellen für die umliegenden Regionen.

  • Das beinhaltet die Unterstützung von über 140 Agrargenossenschaften, die die Selbstversorgung mit Lebensmitteln gewährleisten und für über 4000 Mitglieder und ihre Familien ein Einkommen sicherstellenstellen sowie die Weiterbildung von 2000 kleinen Unternehmensvereinigungen. 
  • KCC und Glencore haben zudem mit gezielten Einzelinitiativen die Lernbedingungen für 57’000 Kinder im Primar- und Sekundarschulalter verbessert. Dazu gehört die Durchführung eines Ferienlagers für knapp 16’000 Kinder, die ansonsten während den Sommerferien wahrscheinlich im gefährlichen ASM tätig wären. 

Die globale Nachfrage von Kobalt und Kupfer macht deutlich, welche zentrale Rolle die DR Kongo für die Welt spielt. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass die gesamten Lieferketten nachhaltig, ethisch und verantwortungsvoll funktionieren.

Glencore

Gegen Kinderarbeit – so engagieren wir uns für Menschenrechte

Lesen Sie hier, wie wir mit Ferienlagern Kinder vom artisanal betriebenen Kleinbergbau fernhalten