Wissensaustausch und Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden in Australien

veröffentlicht: 09/08/2022

Zum Internationalen Tag der indigenen Bevölkerungen der Welt haben wir uns mit Rebecca Gentle, Senior Community Engagement Advisor bei der McArthur River Mine (MRM) in Australien, unterhalten. Der diesjährige Gedenktag konzentriert sich auf die Rolle indigener Frauen bei der Bewahrung und Weitergabe von traditionellem Wissen, etwas, was Rebecca zutiefst versteht. Sie knüpfte nicht nur enge Verbindungen zu den lokalen Borroloola-Gemeinden, sondern half auch, ein Buch über traditionelle Medizin zusammenzustellen und zu veröffentlichen, das von einer passionierten Ältesten inspiriert wurde. Die Zusammenarbeit von Rebecca mit lokalen Gemeinden verkörpert die Offenheit und Verantwortung, die wir in unserem gesamten globalen Geschäft anstreben. Lesen Sie weiter, um mehr über ihre Geschichte zu erfahren.

«Ich bin in der kleinen Landstadt Forbes, New South Wales (NSW), als Einzelkind aufgewachsen, aber in einer grossen Grossfamilie, in der wir uns stets alle gegenseitig unterstützten. Die Familie ist für mich das Wichtigste. Ich habe mich seit meiner Kindheit auch nicht so sehr verändert... Angeln, Campen, Natur – das war schon immer ein Teil von mir.

Früher habe ich es genossen, in meiner Freizeit die Küste von NSW zu erkunden, aber jetzt mag ich hauptsächlich das Northern Territory. Es gibt hier viele schöne Orte, aber ich muss sagen, das es mir auf dem Wasser am besten gefällt. Ich schätze die Work-Life-Balance zwischen Erkundung der Region wo ich wohne – Howard Springs, Darwin – und meiner Karriere in der McArthur River Mine.

Als ich aufwuchs, arbeitete mein Vater im Bergbau, also habe ich gelernt, was das alles bedeutete. Es war aber nichts, nach dem ich wirklich strebte. Ich habe in der Personalabteilung angefangen, dort 12 Monate gearbeitet, und bin zufällig in dieser Rolle als Community Engagement Advisor gelandet. Ich habe im Februar 2013 angefangen, und neun Jahre später bin ich immer noch da!

Meine Aufgabe ist es, ein Programm zur Beratung und Zusammenarbeit mit der lokalen Gemeinde in Borroloola (etwa 60 Kilometer flussabwärts von der Mine) zu leiten, von dem alle profitieren können. Ich arbeite sowohl vor Ort als auch in der Stadt, was eine gute Balance und die Flexibilität bietet, enger mit der Gemeinde zusammenzuarbeiten, die eine grosse indigene Bevölkerung hat.

Ich war überrascht, wie komplex die indigene Kultur ist. Es gibt vier verschiedene Sprachgruppen in Borroloola, in vier Quartieren. Jede hat ihre Meinung dazu, wie die Kultur ausgelebt werden soll, aber es ist so komplex wie dennoch alles zusammenpasst.

Ich habe das Glück, dass ich erstaunliche Verbindungen zu den Menschen in Borroloola knüpfen durfte. Ihr Wissen, ihre Kultur und ihre Sprachen – alles an ihnen ist bewundernswert. Wenn ich nicht bei MRM oder in Borroloola bin, habe ich das Gefühl, dass ich wieder zurück und mich wieder in der Gemeinde erden muss. Das finde ich an mir selbst wirklich interessant.»

«Ich habe das Glück, dass ich erstaunliche Verbindungen zu den Menschen in Borroloola knüpfen durfte. Ihr Wissen, ihre Kultur und ihre Sprachen – alles an ihnen ist bewundernswert.»

«Wir versuchen, diese Verbindung auch auf das Minengelände zu bringen. Dort haben wir indigene Kulturabende, bei denen wir ältere indigene Frauen auf den Standort einladen, wo sie uns dann zeigen , wie man Buschmedikamente herstellt oder Busch-Tucker (traditionelle Kost mit Zutaten aus dem Busch) kocht. Diese Verbindungen erhöhen die Zahl der Auszubildenden in unserem indigenen Beschäftigungsprogramm ungemein.

Es gibt mittlerweile viel mehr Leute aus Borroloola, die auf dem Minengelände arbeiten, die dieses Wissen einfach weiter teilen.»

«Worauf ich am meisten stolz bin, sind die Erfolge, die ich als Teil eines Teams erzielt habe – einschliesslich der Veröffentlichung des Bushtucker-Buches. MRM arbeitete mit der Borroloola-Gemeinde zusammen, um dieses Buch über Buschmedikamente und Lebensmittel zusammenzustellen und zu veröffentlichen. Es folgte aus einer engen Beziehung, die ich besonders mit einer Ältesten hatte. Sie hatte eine echte Leidenschaft dafür, ihre Kultur und Sprache zu teilen und sie am Leben zu erhalten. Sie wollte schon immer ein Buch veröffentlichen, aber leider starb sie, bevor dies erschien.

Es hat lange gedauert, sämtliche Informationen für das Buch zu sammeln, aber das Highlight für mich war, dieses Wissen von den Ältesten zu erhalten, sowie mich mit vier verschiedenen Sprachgruppen auszutauschen, um Informationen über das Busch-Essen in der Region zusammenzubringen. Ich bin sehr stolz, dass ich das erreichen konnte.

Der Rat, den ich jeder und jedem geben würde, die in der Bergbauindustrie arbeiten möchte, ist der folgende: seid offen für jede Gelegenheit, die sich euch bietet, und unterstützt euch stets gegenseitig.»

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