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Englisches Sumpfland und australische Eukalyptuswälder. Wie hängen sie zusammen?

Author: Glencore | Datum: 05/06/2020

Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft sehr ernst und wollen deshalb unsere Auswirkungen auf die Umwelt weiter minimieren. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie sind wir bestrebt, eine führende Rolle unter anderem in den Bereichen Flächenmanagement und Umgang mit biologischer Vielfalt einzunehmen. 

Die Lebensdauer unserer Betriebe ist begrenzt. Wir sind uns bewusst, dass wir mit dem Land, auf dem wir tätig sind, sorgsam umgehen müssen. Deshalb machen wir uns bereits weit im Voraus Gedanken dazu, wie wir die benutzte Fläche renaturieren. Jeder unserer Bergbaubetriebe verfügt über einen entsprechenden Schliessungsplan, der die schrittweise Renaturierung benutzter Flächen vorsieht und welcher regelmässig aktualisiert wird. Damit möchten wir einen verantwortungsbewussten Ausstieg aus der Fördertätigkeit gewährleisten. Lesen Sie, wie wir tagtäglich in Botany Marsh in Grossbritannien und bei Ulan Coal in Australien daran arbeiten, dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. 
 

Glencore

Eine verantwortungsvolle Rohstoffgewinnung beinhaltet bei uns die Idee des Zurückgebens. Diese Idee setzen wir tagtäglich in die Tat um – und zwar an jedem Ort der Welt, wo wir tätig sind.

Erfahren Sie mehr darüber in unserem Nachhaltigkeitsbericht (pdf 5 MB)

Die biologische Vielfalt des Botany Marsh erhalten und fördern

Am Ufer der Themse im britischen Kent liegt das letzte Stück unberührtes Sumpfland. Es gehört unserem Tochterunternehmen Britannia Refined Metals. Seit 2016 spannt es mit dem Kent Wildlife Trust zusammen, um die bestmöglichen Voraussetzungen für den Erhalt der biologischen Vielfalt des Botany Marshes zu schaffen.

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Im Rahmen ihres Planes zur Erhaltung und Förderung dieses Lebensraums wurden beispielsweise eine offene Wasserfläche als Rückzugsgebiet für Vögel sowie geeignete Eiablagestellen für Ringelnattern angelegt. Ausserdem werden  die Schilfbeete und Ufervegetation regelmässig geschnitten oder Sträucher entfernt. Diese Massnahmen helfen, geschützte Lebensräume für wirbellose Tiere und Sonnenplätze für Reptilien zu schaffen. 

2019 gab es in Umweltforscherkreisen grossen Grund zur Freude. Ökologische Studien haben ergeben, dass sich in dem Gebiet ein neuer Bewohner angesiedelt hat – die Ostschermaus, eine prioritäre Art auf dem britischen Biodiversität-Aktionsplan. Auch die Bevölkerung freuts: die Sumpflandschaft ist der lokalen Gemeinde zugänglich und dient örtlichen Schulen als Ziel für Exkursionen.

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Renaturierung und Biodiversitätsausgleich beim Bergwerk Ulan

Die Geschichte unseres Kohlebergwerks Ulan im australischen New South Wales (NSW) reicht bis in die 1920er Jahre zurück.  Seit bald hundert Jahren ist Ulan für die Region von zentralster Bedeutung, wo bis heute zwei Untertagebergwerke und eine Kohleaufbereitungsanlage in Betrieb sind. 

Der Tagebaubetrieb wurde 2014 eingestellt. Fast die Hälfte der damals genutzten Fläche haben wir inzwischen mit standortgerechten Pflanzenarten renaturiert. Die Abraumflächen konnten durch gezielte Aufforstung mit zwei heimischen Eukalyptusarten (E. pilligaensis und E. panniculata) wieder ihrem ursprünglichen Zustand angeglichen werden.

Doch unsere Renaturierungsmassnahmen haben schon früher begonnen. Bereits 2012 wurden drei miteinander verbundene Flächen von insgesamt 1'345 Hektar als Biodiversitätsausgleichsflächen ausgewiesen, um die Erholung des Ökosystems zu unterstützen. Wir sind stolz, dass gute Fortschritte bei der Regeneration der gefährdeten Eukalyptuswälder erreicht worden sind und weiterhin erreicht werden. Ein derart umfangreiches Programm zur Wiederaufforstung einer Eukalyptusart wie dasjenige von Ulan Coal hat es in NSW bisher noch nicht gegeben. Auf Ausgleichsflächen wurden 100’000 Bäume gepflanzt, um grosse Gebiete nativer Vegetation mit dem Durridgere State Conservation Area and Goulburn River National Park zu verbinden.

Mit der Förderung von Kohle ist die Arbeit nicht getan. Es muss auch für die Wiederherstellung der Landschaft gesorgt werden.

Ken Dixon, Environment & Community Manager bei Glencore Coal Australia

Die Rekultivierung von Samen ist ein wichtiger Bestandteil der Renaturierung. Die dafür notwendigen Samen stammen in diesem Beispiel von Ulan-eigenem Land und werden von einem lokalen Lieferanten unter strengen Qualitätsauflagen verarbeitet. So ist erstmalig die Wiederansiedlung der bedrohten Strauchart Acacia ausfeldii gelungen, die prächtig gedeiht.

Mittlerweile wurden sogar 50 Hektar der renaturierten Fläche vom australischen Staat zertifiziert.

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Diese zwei Beispiele zeigen, dass unsere Renaturierungsmassnahmen zu nachhaltigen Ergebnissen geführt haben – zu Gunsten von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, der ökologischen Vielfalt, dem Schutz von Wasserläufen und der Lebensqualität im Umfeld des Bergwerks und darüber hinaus.