peru-page-leader.png

PERU

Stellungnahmen

November 2020

 

Glencore weist die Vorwürfe des Initiativkomitees der Unternehmens-Verantwortungs-Initiative in Bezug auf Cerro de Pasco entschieden zurück.

 

Unsere Stellungnahme steht hier zum Download auf Deutsch, Französisch und Englisch zur Verfügung.

Wie in unserem Verhaltenskodex und unserer globalen Menschenrechtspolitik festgehalten, verpflichten wir uns, bei allen weltweiten Aktivitäten von Glencore die Menschenrechte einzuhalten und zu wahren. Wir respektieren die Menschenrechte unserer Mitarbeitenden und der loka-len Gemeinden, in denen wir tätig sind. Dies gilt auch für schutzbedürftige Gruppen wie Frauen, Kinder, indigene Bevölkerungen und Opfer von Konflikten. Wir handeln verantwortungsbewusst und versuchen sicherzustellen, dass unsere Aktivitäten die Menschenrechte nicht verlet-zen oder gefährden. Glencore unterstützt und achtet zahlreiche globale Standards, darunter

  • die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen
  • die Leitprinzipien der UNO zu Wirtschaft und Menschenrechten (UNGP), einschliesslich ihres "Protect, Respect and Remedy"-Rahmens
  • die Prinzipien des UN Global Compact
  • die Kernübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)

Cerro de Pasco ist ein Zinkbetrieb, der sich auf etwa 4300 Metern im peruanischen Hochland befindet. Der Betrieb ist über 100 Jahre alt und besteht aus einer Zinkmine und –verarbeitungsanlage. Der Grossteil des Betriebs wurde 2012 eingestellt. Seitdem ist nur noch die Aufbereitungsanlage, die vor allem alte Zinkhalden verarbeitet, mit reduzierter Kapazität im Betrieb.  

Die Stadt Cerro de Pasco liegt rund um den Betrieb und ist über die Jahre mit ihm gewachsen. Verschiedene Eigentümer haben die Cerro de Pasco-Anlage während ihrer langen Geschichte betrieben, darunter die peruanische Regierung bis Ende der 1990er Jahre. Seit 1999 befindet sich Cerro de Pasco mehrheitlich im Besitz der Volcan-Gruppe, einem an der peruanischen Bör-se notierten peruanischen Bergbauunternehmen mit über 10’000 Mitarbeitenden.

Im November 2017 hat Glencore eine Mehrheitsbeteiligung an Volcan erworben und dadurch eine indirekte Beteiligung an Cerro de Pasco.

Wir sind uns bewusst, dass frühere Abbaupraktiken während der langen Geschichte des Be-triebs von Cerro de Pasco möglicherweise Auswirkungen auf die Umwelt um Cerro de Pasco hatten. Nach dem Erwerb hat Glencore zusammen mit Volcan rasch an Massnahmen im Bereich der Umwelt und Gesundheit gearbeitet, die als Teil eines umfassendes Sozial- und Umweltma-nagementplans umgesetzt werden. Die Umweltmassnahmen stellen sicher, dass der Betrieb der Verarbeitungsanlage keine Auswirkungen auf den Boden hat. Die Gesundheitsmassnahmen helfen der lokalen Gemeinde, Krankheiten wie Anämie zu bekämpfen. 

Im November 2019 haben Volcan und das kanadische Unternehmen Cerro de Pasco Resources (CDPR) bekannt gegeben, dass Volcan den Cerro de Pasco-Betrieb an CDPR verkauft. CDPR ist in Kanada börsenkotiert und seit mehreren Jahren in der Region von Cerro de Pasco aktiv.  Die Konzession von CDPR liegt unmittelbar neben derjenigen des Cerro de Pasco-Betriebs.

Nach Abschluss des Verkaufs wird der Cerro de Pasco-Betrieb weder Volcan noch Glencore gehören. Der Verkauf erfolgt unter den Bedingungen, dass CDPR über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um den Sozial- und Umweltmanagementplan weiterzuführen.

Der Sozial- und Umweltmanagementplan umfasst folgende Massnahmen:

  • Verstärkte Kontrolle der potenziellen Auswirkungen der Verarbeitungsanlage auf Luft, Boden und Wasser und die Änderung von Abläufen, um die Bleistaubbelastung in der Anlage und auf den umliegenden Strassen zu reduzieren
  • Wiederinbetriebnahme der Wiederaufbereitungsanlage für saures Wasser, um die Einsammlung und Aufbereitung des durch die Anlage belasteten Wassers sicherzustellen
  • Studie, um potenzielle Ursachen und Ausbreitungswege von Blei und anderen Schwermetallen zu verstehen
  • Schliessung und Sanierung von Zinkvorratshalden in der Nähe der Gemeinde, um das Versickern von Schwermetallen im Boden und eine Mehrbelastung der Umwelt zu ver-hindern
  • Partnerschaft mit einer lokalen NGO zur Bekämpfung von Anämie bei Kindern; 
  • 2019 wurden über 700 Blutproben entnommen.  Volcan zielt darauf ab, mit seinem Programm eine Reduzierung der hochgradigen Anämie um 50 Prozent und eine Reduzie-rung der Anämie bei Kindern und schwangeren Frauen um 10 Prozent zu erreichen. Wir erwarten, dass Volcan im Jahr 2021 an seinen diesjährigen Erfolg anknüpfen wird. Ge-spräche über eine Fortsetzung des Programms sind mit der NGO und der Regierung im Gange.

Weitere Informationen über unsere Aktivitäten in Peru finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht, unserem Menschenrechtsbericht und auf unserem Blog.

8. September 2020


Anfangs August haben wir einen offenen Brief der Menschenrechtsorganisation Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! mit Fragen zur aktuellen Situation in Antapaccay, Peru erhalten. Nachfolgend stellen wir unser Antwortschreiben vollständig zur Verfügung.

Wir haben Ihr Schreiben vom 20. August 2020 zur aktuellen Lage in der peruanischen Provinz Espinar zur Kenntnis genommen.

Peru steht im Zusammenhang mit der andauernden COVID-19-Pandemie und der dadurch verursachten wirtschaftlichen Verlangsamung vor grossen Herausforderungen.

In enger Zusammenarbeit mit lokalen, regionalen und nationalen Regierungsvertretern und Gemeindeverantwortlichen hat Antapaccay deshalb Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden und zur Unterstützung der lokalen Gemeinde ergriffen. Dazu gehören:

  • Antapaccay hat seine Gesundheits- und Sicherheitsmassnahmen verschärft, um COVID-19-Infektionen innerhalb des Betriebs zu verhindern, zu minimieren und Mitarbeitende im Krankheitsfall medizinisch versorgen zu können. Diese Massnahmen werden im Einklang mit den geltenden Vorschriften des Gesundheitsministeriums getroffen, fortlaufend evaluiert und entsprechend hinterlegt.
  • Seit Beginn des nationalen Notstands in Peru im März 2020 hat Antapaccay schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen in Espinar, welche durch die Gemeindeverantwortlichen identifiziert worden sind, mit über 15’750 Lebensmittelpaketen unterstützt.
  • Darüber hinaus wurden medizinische Geräte und Infrastruktur in Espinar und Cusco bereitgestellt. Als Reaktion auf die mangelnde Verfügbarkeit von medizinischem Sauerstoff in der Provinz hat Antapaccay kürzlich 60 medizinische Sauerstoffballons gespendet und den Bau einer medizinischen Sauerstoffanlage zur Atemhilfe in Auftrag gegeben und entsprechend finanziert.

Antapaccay hat die Unruhen und Proteste in der Region Espinar zwischen dem 20. Juli und dem 7. August mit Besorgnis beobachtet, darunter das Verbrennen von Lastwagen der Las Bambas-Mine (ein Bergwerk, das weder zu Glencore gehört noch von Glencore betrieben wird),Strassenblockaden und das Abbrennen von Weideflächen. Diese Proteste hatten auch direkte Auswirkungen auf Antapaccay und führten dazu, dass Schichtwechsel erschwert waren. Die Mitarbeitenden wurden hierfür allerdings vollumfänglich entschädigt. Die Demonstranten zerstörten auch eine Wasserpumpe auf dem Minengelände, wodurch die Wasserversorgung für die 1800 Mitarbeitenden von Antapaccay und die Nachbargemeinden Tintaya-Marquiri und Cocareta unterbrochen wurde. Strassenblockanden verhinderten zudem die Lieferung von Nahrungsmitteln an die Belegschaft von Antapaccay. Antapaccay ist auch besorgt über die gesundheitlichen Risiken, welche die Proteste und Demonstrationen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie verschärfen könnten.

Antapaccay unterstützt eine friedliche Lösung der Proteste und hat sich während den gesamten Unruhen stets um eine transparente Kommunikation mit seinen Stakeholdern bemüht.

Nachfolgend gehen wir detailliert auf die in Ihrem offenen Brief aufgeführten Forderungen ein.

Frage 1: Ausserordentliches Unterstützungsprogramm

Am 7. August einigten sich Vertreter der lokalen, regionalen und nationalen peruanischen Regierung zusammen mit Vertretern der Zivilgesellschaft von Espinar auf ein ausserordentliches Sozialhilfeprogramm zur Unterstützung der Bewohner in der Region während des nationalen Gesundheitsnotstands. Diese Hilfe erfolgt in Form einer Wertkarte im Wert von 1000 Soles, die für Lebensmittel, medizinische Versorgung, Schulgeld, Wasser- und Stromversorgung oder Telefon- und Internetdienste verwendet werden kann. Dieses ausserordentliche Unterstützungsprogramm wird durch das Rahmenabkommen («Convenio Marco por el Desarrollo de la Provincia de Espinar») finanziert. Antapaccay trägt zur Finanzierung des Rahmenabkommens in der Höhe von bis zu 3% seines Jahreseinkommens vor Steuern bei. Das Sozialhilfeprogramm wird vom Verwaltungsausschuss des Rahmenabkommens beaufsichtigt, dem der Bürgermeister von Espinar, sechs Vertreter der lokalen Gemeinden und der Zivilgesellschaft sowie ein Vertreter von Antapaccay angehören. Jedes Mitglied des Verwaltungsausschusses hat eine Stimme. Es liegt in der Verantwortung des gesamten Verwaltungsausschusses, die Implementierung des Programms sicherzustellen. Antapaccay stellt die Wertkarten nicht selbst aus und kann auf Entscheidungen des Verwaltungsausschusses nur mit seiner einen Stimme Einfluss nehmen.

Um die Umsetzung des Sozialhilfeprogramms dennoch zu unterstützen und voranzutreiben, schlug Antapaccay dem Verwaltungsausschuss des Rahmenabkommens drei Optionen für die Verteilung der Wertkarten vor. Der Verwaltungsausschuss lehnte die Vorschläge von Antapaccay ab und beschloss, die staatliche Bank «Banco de la Nacion» mit der Durchführung des Programms zu beauftragen. Am 19. August hat der Bürgermeister von der Provinz Espinar in einem Schreiben die Bank anvisiert, die Umsetzung des Programms durchzuführen.

Frage 2: Stakeholder-Dialog

Antapaccay pflegt mit allen Stakeholdern – dazu gehört die Regierung, die Gemeinden und die Zivilgesellschaft – einen regelmässigen Austausch. Im Rahmen von runden Tischen werden unter Beteiligung von Regierungsvertretern auch die pendenten Punkte besprochen. Antapaccay wird sich an allen Gespräche weiterhin konstruktiv beteiligen.

Frage 3: Menschenrechte

Antapaccay ist der Wahrung der Menschenrechte und den Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte (Voluntary Principles) bei seinen Aktivitäten verpflichtet. Antapaccay hat auch Massnahmen ergriffen, mögliche Auswirkungen auf die Umwelt fortlaufend zu überwachen. Antapaccay steht hierfür im ständigen Dialog mit allen Stakeholdern der Regierung, Lokalvertreter und Zivilgesellschaft.

Nach den runden Tischen in den Jahren 2012 bis 2013 unter der Leitung des Umweltministeriums in Espinar führten Antapaccay zusammen mit der Regierung verschiedene Studien durch, um das Vorkommen von Schwermetallbelastung in der Region zu untersuchen. Die Studien wurden von den Regulierungsbehörden ANA (nationale Wasserbehörde des Ministeriums für Landwirtschaft), OEFA (zuständige Stelle des Umweltministeriums für die Einhaltung von Umweltauflagen) und INGEMMET (zuständige Stelle des Ministeriums für Energie und Bergbau für geowissenschaftliche Informationen und Informationen über geologische Grundlagen, unterirdische Ressourcen, sowie geologische und Umweltgefahren) durchgeführt. Die Studien kamen zum Schluss, dass die Schwermetallbelastung in der Region auf die natürliche Mineralisierung und die geochemischen Eigenschaften des Gebiets zurückzuführen ist.

Nach peruanischem Gesetz müssen Bergbauaktivitäten regelmässig von der ANA sowie dem OEFA überprüft werden. Das gilt auch für Antapaccay. Basierend auf den Empfehlungen des runden Tischs hat die ANA ein regelmässiges Wasser-Monitoring gemeinsam mit Vertretern der Gemeinden von Espinar eingeführt. Das letzte Monitoring fand im Dezember 2019 statt. Das Monitoring wird weitergeführt, sobald die Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie aufgehoben werden.

Frage 4: Öffentliche Sicherheit

Antapaccay ist der Wahrung der Menschenrechte und den Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte (Voluntary Principles) bei seinen Aktivitäten verpflichtet. Antapaccay verfügt über keine Verträge mit öffentlichen Sicherheitskräften. Weil in Peru aufgrund der COVID-19-Pandemie im März 2020 der nationale Notstand ausgerufen wurde, hat die Regierung zur Eindämmung des Virus bestimmte Grundrechte eingeschränkt, wie etwa die Versammlungs- und die Transitfreiheit. In diesem schwierigen und aussergewöhnlichen Kontext beschlossen das Innen- und das Verteidigungsministerium angesichts der Strassenblockaden, der Brandstiftung sowie anderen gewaltsamen Auseinandersetzungen, die öffentliche Sicherheit in Espinar zu verstärken. Antapaccay hat nicht um die Präsenz der öffentlichen Sicherheitskräfte im Gebiet gebeten.

Frage 5: Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Sicherheitsdienstleistern

Antapaccay verurteilt jegliche Gewalt. Bis anhin hat Antapaccay keine Beschwerden von den umliegenden Gemeinden über das Verhalten der öffentlichen Sicherheitskräfte während ihres Einsatzes in der Region während der COVID-19-Krise erhalten. Antapaccay ist nicht befugt, die Tätigkeiten der öffentlichen Sicherheitskräfte zu untersuchen. Allfällige Beschwerden von Gemeindemitgliedern würden selbstverständlich unmittelbar an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Frage 6: Rahmenabkommen (Convenio Marco)

Antapaccay ist nicht befugt, über die Verwendung der Gelder aus dem Rahmenabkommen zu bestimmen. Antapaccay hat bis anhin mit über 133 Millionen USD das Rahmenabkommenfinanziell unterstützt. Das Geld kommt über 1000 Projekten und mehr als 76 Gemeinden in der Provinz Espinar zugute.

Im Jahr 2019 begann das Ministerium für Energie und Bergbau mit einer Überprüfung des Rahmenabkommens. Antapaccay unterstützt und beteiligt sich an diesem Prozess.

Zusätzlich zum Rahmenabkommen trägt Antapaccay mit einer Reihe von Massnahmen zur Entwicklung der Provinz Espinar bei:

  • Antapaccay zahlte in den letzten zehn Jahren über 680 Millionen USD an Steuern und Lizenzgebühren an die Regionalen- und Provinzbehörden. Das entspricht einer Einkommenssteuer von 50 Prozent.
  • Antapaccay bevorzugt Verträge mit lokalen Lieferanten für Waren und Dienstleistungen: Im Jahr 2020 werden voraussichtlich Verträge über mehr als 62 Millionen USD mit lokalen Lieferanten abgeschlossen. Das entspricht einem Anstieg um 15% im Vergleich zum Vorjahr.
  • Durch den Steuermechanismus «Anlagen für Steuern» (Obras por impuestos) finanziert Antapaccay ein Wasser- und Abwasserprojekt in Yauri, das 57’000 Einwohnern zugutekommen wird. Zudem finanziert Antapaccay den Bau des Jatarana-San-Martin-Staudamms, von dem über 1200 Familien in zehn Gemeinden profitieren werden.
Frage 7: Corrocohuayco-Projekt

Antapaccay hat im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung öffentliche Konsultationen in den Gemeinden rund um das Corrocohuayco-Projekt durchgeführt. Antapaccay führte diese in Übereinstimmung mit den peruanischen Umwelt- und Sozialvorschriften für Bergbauaktivitäten und den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte durch.

Gezielte Konsultationen mit den indigenen Bevölkerungsgruppen werden vom Ministerium für Energie und Bergbau gemäss peruanischem Recht durchgeführt; Antapaccay unterstützt diese Konsultationen.

Nach einer internen Beurteilung hat Antapaccay entschieden, den Baubeginn des Corrocohuayco-Projekts zu verschieben. Der neue Starttermin wird zurzeit evaluiert. Die Entscheidung wurde der peruanischen Regierung mitgeteilt.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen zur Verfügung.

20. Dezember 2019

 

Am 29. Dezember 2018 kam es in der Kupfermine Antapaccay von Glencore in der peruanischen Provinz Espinar zu einer Auseinandersetzung zwischen einer lokalen Familie, dem Sicherheitspersonal von Antapaccay und den Mitarbeitern der beauftragten privaten Sicherheitsdienstleister.

 

Glencore und Antapaccay bedauern diesen Vorfall. Beide Unternehmen sind den Menschenrechten im Einklang mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UN-Leitprinzipien) und den Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte (Freiwillige Prinzipien) verpflichtet. Glencore und Antapaccay dulden keine Gewalt und engagieren sich für ein transparentes und konstruktives Engagement.

Als Teil dieses Engagements und um Antapaccay bei der Stärkung der Beziehungen zu den lokalen Gemeinschaften zu unterstützen, hat Glencore externe Menschenrechtsexperten mit einer unabhängigen Menschenrechts-Untersuchung beauftragt. Diese hatte zum Ziel, die Wahrnehmungen und Anliegen der Interessengruppen gegenüber Antapaccay zu verstehen. Die Experten haben sich mit der betroffenen Familie und mit Vertretern der lokalen Gemeinschaft und Zivilgesellschaft getroffen.

Um dieses Engagement transparent zu machen, haben wir auf unserer Website eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Menschenrechts-Untersuchung (ENG) veröffentlicht. 

Glencore und Antapaccay sind mit den Ergebnissen und Empfehlungen des Berichts weitgehend einverstanden. Die Umsetzung der Empfehlungen wird es Antapaccay ermöglichen, unter Beweis zu stellen, dass Antapaccay im Einklang mit den oben genannten UN-Leitprinzipen, den Freiwilligen Prinzipien und anderen internationalen Leitlinien die Rechte der Personen achtet, die von Antapaccays Tätigkeit betroffen sind. 

Im Kern sieht der Aktionsplan nun wie folgt aus:

  • Lücken- und Qualifikationsanalyse des Management-Teams von Antapaccay, des Sicherheitspersonals und der beauftragten Sicherheitsdienstleister. 
  • Stärkung der internen Prozesse zur Meldung von sozialen und Menschenrechtsvorfällen.
  • Aufklärung der lokalen Gemeinschaft über die Beschwerdeprozesse und -mechanismen, die ihnen zur Verfügung stehen sowie Förderung der Beschwerdeprozesse und -mechanismen.
  • Vertrauensbildung durch Aktivitäten für die lokale Gemeinschaft, die das Engagement von Antapaccay für Achtung der Menschenrechte unterstreichen. 
  • Verbesserung der Kommunikation mit der lokalen Gemeinschaft und anderen relevanten Interessengruppen

 

Glencore wird in seinem Menschenrechtsbericht 2020 (Human Rights Report) über Antapaccays Fortschritte bei der Umsetzung des Aktionsplans berichten.