Die Verantwortlichen der Unternehmens-Verantwortungs-Initiative behaupten, Glencore missachte Menschenrechte und zerstöre die Umwelt. Das steht im Widerspruch zu allem, wofür wir als Unternehmen stehen. Hier erfahren Sie die Fakten über unsere Tätigkeiten in Peru, Bolivien und der ganzen Welt.

Weitere Stellungnahmen und Faktenblätter finden Sie hier.

Glencore unterstützt die weltweite Einhaltung der Menschenrechte und befürwortet eine nachhaltige Entwicklung.

Wir glauben, dass ein international abgestimmter Ansatz, der auf Transparenz, Dialog und Offenlegung gegenüber der lokalen Bevölkerung, Regierung, Industrie und Nichtregierungsorganisationen basiert, entscheidend ist, um eine nachhaltige Stärkung der Entwicklung und Menschenrechte zu fördern.

Wir befürworten entsprechend die Position vom Bundesrat, Parlament und den Schweizer Wirtschaftsverbänden und unterstützen den indirekten Gegenvorschlag, der international abgestimmt ist und mit neuen Transparenz- und Sorgfaltsprüfungspflichten den Schutz von Mensch und Umwelt wirksam vorantreibt. 

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Im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) spricht unser CEO Ivan Glasenberg über unsere Verantwortung als Rohstoffunternehmen und welche Rolle Rohstoffe ganz allgemein bei der Energiewende spielen.

Nachstehend finden Sie Auszüge aus dem Interview.


Das vollständige Interview, welches am 12. November 2020 online und tags darauf in der Printversion der NZZ erschienen ist, steht hier als PDF auf Deutsch und Englisch zum Download zur Verfügung. Bei der englischen Version handelt es sich um eine Übersetzung.

Herr Glasenberg, wie wirkt das auf Sie, wenn Sie Plakate in der ganzen Schweiz sehen, die Glencore beschuldigen, Kinder zu vergiften?

In der Schweiz versteht man die Bergbaubranche zu wenig. Wir sind die einzige Minengesellschaft in der Schweiz und eines der grössten Bergbauunternehmen weltweit. Bisher haben wir zu wenig erklärt, was das bedeutet. Es verletzt uns, wenn wir diese Beschuldigungen sehen. Wir wenden bei Glencore viel Zeit für die Einhaltung von Menschenrechten auf. Wir sind transparent und veröffentlichen dazu Berichte. In den Ländern, in denen wir tätig sind, halten wir uns an hohe internationaleStandards, einschliesslich derjenigen, die von der Branchenvereinigung International Council on Mining andMetals (ICMM) vorgegeben werden. Viele der Behauptungen gegen Glencore sind nicht korrekt. Wir haben aber auf der ganzen Welt 150 Standorte und beschäftigen 160'000 Personen. Dabei kann immer etwas schiefgehen. Sobald wir ein Problem sehen, korrigieren wir es.

Was würde es für Glencore bedeuten, wenn die Konzernverantwortungsinitiative angenommen würde?

Wir würden viel Zeit mit Rechtsfällen verbringen. Jeder könnte dann mit seinem Fall in die Schweiz kommen. Wegen der Beweislastumkehr ist man schuldig bis zum Beweis des Gegenteils. Wir müssten wohl mehr Anwälteanstellen. Es würde sich aber nichts daran ändern, wie wirunsere Minen betreiben.

Glencore würde die Schweiz nicht verlassen?

Nein. Glencore ist seit fast fünfzig Jahren im Kanton Zug. Wir sind stolz darauf, in der Schweiz zu sein. Die Annahme der Initiative würde zu höheren Kosten führen und Managementkapazitäten beanspruchen, wir könnten damit aber leben. Kleinere und mittlere Unternehmen dürfte es härter treffen.

Rohstoffabbau findet häufig in Ländern mit schwachen politischen Institutionen, wie in Kongo-Kinshasa, statt. Nutzt Glencore nicht dieses politische Vakuum zu seinem Vorteil?

Sobald ein Unternehmen in einem Entwicklungsland tätig ist, steht es in Europa unter dem Verdacht, die Situation auszunutzen und tiefere Standards anzuwenden. Wir haben jedoch in all unseren Produktionsstätten die gleich hohen Standards, egal, ob wir in einem Industrieland oder einem Entwicklungsland tätig sind. Was man hingegen weniger weiss: Die Länder profitieren von uns. In Kongo-Kinshasa haben wir beispielsweise über 7 Mrd. $ investiert. Seit 2014 hat Glencore dort gut 3,5 Milliarden $ an Steuern bezahlt, wir beschäftigen dort rund 8000 Personen. Stellen Sie sich den Multiplikatoreffekt vor! Ich bin der Überzeugung,dass wir diesen Ländern viel Gutes bringen. Wie würden sich diese Länder  entwickeln, wenn wir nicht hingingen? Um eine Mine aufzubauen, muss man Milliarden an Dollar investieren. Wir sind dazu bereit, das Geld in die Handzu nehmen, wie wir in Kolumbien, Peru oder Chile gezeigt haben.

Die Initianten werfen Konzernen wie Glencore vor, in Ländern mit schwachen Regierungen ein Staat im Staat zu sein. Deswegen gebe es keinen fairen Zugang zum Rechtssystem, und die multinationalen Unternehmen könnten es sich immer richten.

Wir haben diese Erfahrung nicht gemacht. Ausserdem verwässern wir unsere Standards nicht, nur weil in einem Land die Regeln laxer wären. Wir wenden internationale Standards an. Egal ob in Australien, Kongo-Kinshasa oder Sambia, wir halten uns an dieselben Regeln.

Falls die Initiative nicht angenommen wird, kommt der Gegenvorschlag zum Zug. Dieser sieht verschärfte Rechenschaftspflichten vor. Was halten Sie davon?

Der Gegenvorschlag ist sinnvoll. Er schreibt den Unternehmen vor, transparent zu sein und über ihre Tätigkeit Bericht zu erstatten. Firmen werden in dieser Hinsicht unter Druck gesetzt, aber sie sehen sich nicht die ganze Zeit der Gefahr von Haftungsklagen gegenüber.

Als Sie 2011 das Unternehmen an die Börse brachten, sagten Sie, die Schweiz könne stolz sein auf Glencore. Offenbar sehen das hier viele nach wie vor anders. Sind Sie von dieser Reaktion enttäuscht, oder lässt Sie das kalt?

Für mich ist es sehr wichtig, wie uns die Schweizerwahrnehmen. Ich bedaure, dass wir so schlecht wahrgenommen werden, schliesslich sind wir eines der besten Bergbauunternehmen der Welt. Wir sind offen und transparent. Aber wir waren vielleicht nicht proaktiv genug, wenn es darum ging zu erklären, weshalb es unsbraucht. Unsere Aktivitäten sind nicht geheimnisvoll. Leider haben wir den Zugang zu den Schweizer Bürgernund Bürgerinnen noch nicht so gut gefunden, wie ich es mir gewünscht habe.

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Wir weisen die Vorwürfe des Filmes "Der Konzern-Report" entschieden zurück und halten fest, dass Cerrejón nicht von Glencore kontrolliert ist.

Seit 2002 ist Cerrejón ein Joint Venture, das BHP Billiton, Anglo American und Glencore zu je 33,3% gehört. Cerrejón wird unabhängig durch ihren eigenen CEO und eigene Geschäftsleitung geführt. 

Ein Factsheet über Cerrejón können Sie hier auf Deutsch, Französisch und Englisch herunterladen.

 

Mehr Informationen über Cerrejón finden Sie hier (ENG).

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