Fakten über Cerrejón

Baar, Schweiz
22. Oktober 2021

 

Die Stellungnahme kann hier auf Deutsch, Englisch  und Französisch heruntergeladen werden.

 

Glencore hat sich verpflichtet, ihre Bergbaubetriebe verantwortungsvoll zu verwalten und dabei die Auswirkungen auf Menschenrechte und Umwelt zu berücksichtigen. Wir wollen die Ziele des Pariser Abkommens unterstützen und streben daher an, unsere Kohlenstoffemissionen bis 2050 auf Netto-Null-Gesamtemissionen zu reduzieren.

Die Cerrejón-Mine ist ein unabhängig geführter Betrieb, der einen wichtigen Beitrag zur regionalen und nationalen Wirtschaft in Kolumbien leistet. Cerrejón beschäftigt rund 10’000 Menschen und erwirtschaftet etwa 45 % des BIP in La Guajira – der Region, in der sich die Mine befindet. 2020 hat Cerrejón Waren und Dienstleistungen im Wert von 312 Millionen US-Dollar bei lokalen Vertragspartnern eingekauft. Ausserdem wurden 43 Millionen US-Dollar in Umweltmanagementprogramme und 4 Millionen US-Dollar in Sozialprogramme investiert.


Unsere Klimaverpflichtungen

Seit 2002 hält Glencore eine Minderheitsbeteiligung von einem Drittel an der Cerrejón-Mine, zusammen mit BHP und Anglo American. Nachdem BHP und Anglo American im Juni 2021 mitgeteilt hatten, dass sie ihre gesamten Anteile an der Cerrejón-Mine in Kolumbien verkaufen wollen, einigte sich Glencore auf den Erwerb ihrer Beteiligung von je 33,3 %. Die Entscheidung von Glencore, vollständige Eigentümerin der Mine zu werden, steht im Einklang mit unserer Verpflichtung, im Laufe der Zeit unsere Kohleproduktion auf verantwortungsvolle Weise zu verringern, und gefährdet auch nicht unser Ziel, unsere Emissionen bis 2026 um 15 % und bis 2035 um 50 % zu reduzieren. Wie wir bereits angekündigt haben, gehen wir davon aus, dass die Produktionsmengen von Cerrejón ab 2030 erheblich zurückgehen werden, noch bevor die Bergbaukonzessionen bis 2034 schrittweise auslaufen und die Fördergebiete anschliessend an die Regierung zurückgegeben werden.


Verantwortungsvoller Betrieb

Die Cerrejón-Mine vergiftet weder Menschen noch die Umwelt. Cerrejón arbeitet in Übereinstimmung mit dem kolumbianischen Gesetz und befolgt internationale Standards, um ihre Leistung zu verbessern. Zu diesen Standards gehören die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die Sozial- und Umweltstandards der internationalen Finanz-Corporation (IFC), die Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte, der UN Global Compact und das Nachhaltigkeits-Rahmenwerk der internationalen Norm für Umweltmanagement (ISO14001).

Cerrejón nutzt bei seinen Bergbauaktivitäten Wasser, unter anderem zur Staubreduzierung. Nach neuesten Informationen von Cerrejón sind 93 % des vom Betrieb verbrauchten Wassers nicht für den menschlichen Verbrauch oder die Landwirtschaft geeignet. Vom gesamten Wasserverbrauch des Ranchería-Flusses entfallen 1,8 % auf Cerrejón, während 92,5 % für die Landwirtschaft und Viehzucht und 5,7 % für den Hausgebrauch verwendet werden.

Die Wasserqualität der Mine wird umfassend überprüft, einschliesslich einer unabhängigen Aufsicht durch die kolumbianische Regierung. Cerrejón betreibt ein Netz von 14 Durchflussüberwachungsstationen, wovon jährlich über 4’000 Proben von unabhängigen Labors analysiert werden. Diese bestätigen, dass die Aktivitäten von Cerrejón keine negativen Auswirkungen auf die aquatische Flora und Fauna haben und keine Gefahr für die lokalen Gemeinden darstellen. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen sind bei den kolumbianischen Behörden öffentlich zugänglich.

Cerrejón hat strenge Kontrollen eingeführt, um die Auswirkungen des Betriebs auf die Luftqualität in der Gemeinde zu minimieren. Dazu gehören ein Wettervorhersage- und ein Echtzeit-Luftqualitätsüberwachungssystem, um ungünstige Wetterbedingungen zu erkennen, die zusätzliche Kontrollen erforderlich machen könnten. Das Ausmass der Auswirkungen wird durch ein Netz von 17 Überwachungsstationen überprüft und die Ergebnisse werden jeweils auf der Website des Unternehmens veröffentlicht.

Für Cerrejón ist eine Umsiedlung das letzte Mittel. Seit 2006 dienen Umsiedlungen dazu, die Auswirkungen auf die Gemeinden zu begrenzen, und nicht dazu, eine Erweiterung der Mine zu ermöglichen. Diese Umsiedlungen wurden im Einklang mit den Richtlinien der IFC und auf der Grundlage des Konzepts der sozialen Beteiligung und freiwilliger Vereinbarungen durchgeführt. Die 190 Familien, die seit 2006 umgesiedelt wurden, leben nun an neuen Standorten in eigenen Häusern und haben Zugang zu wichtigen Infrastrukturen wie Trinkwasser, Energie, Wasserleitungen und Abwasserentsorgung. Dieser Zugang war vorher nicht gewährleistet. Des Weiteren verfügen sie über Land, um landwirtschaftliche Tätigkeiten auszuüben, erhalten technische Unterstützung und haben Zugang zu Bildungsprogrammen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:


Sarah Antenore
T +41 41 709 27 29
M +41 76 422 99 32
sarah.antenore@glencore.com 

 

Hinweise für Redaktionen

Glencore ist eines der weltweit grössten diversifizierten Rohstoffunternehmen und ein bedeutender Produzent und Vermarkter von über 60 verantwortungsvoll geförderten Rohstoffen, die das tägliche Leben voranbringen. Zu den Betrieben unseres Unternehmens zählen über 150 Standorte im Bereich Bergbau und Metallurgie sowie Ölproduktionsanlagen.

Wir sind in über 35 Ländern vertreten – sowohl in etablierten als auch in rohstoffreichen Wachstumsregionen. Unsere industriellen Aktivitäten werden von einem globalen Netz aus mehr als 30 Marketing-Niederlassungen unterstützt. Unsere Kunden sind Industrieverbraucher in den Bereichen Automobilindustrie, Stahl, Stromerzeugung, Batterieproduktion und Öl. Darüber hinaus bieten wir den Produzenten und Industrieverbrauchern von Rohstoffen Leistungen im Finanz- und Logistikbereich und andere Dienstleistungen an. Glencore beschäftigt etwa 135’000 Mitarbeitende, einschliesslich Auftragnehmer.

Glencore ist stolz darauf, Mitglied der Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte und des Internationalen Rats für Bergbau und Metalle (ICMM) zu sein. Wir sind ein aktives Mitglied der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI). Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Gesamtemissionen zu sein.


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