Prodeco beendet Bergbauverträge

4. Februar 2021

Prodeco, unsere Tochtergesellschaft in Kolumbien, beendet ihre Bergbauverträge mit der Republik Kolumbien. Das Rückgabeverfahren erfolgt über die Nationale Bergbaubehörde (ANM). Die Prodeco-Minen werden bis zum Abschluss des formellen Rückgabeverfahrens als Wartungsbetriebe (Care & Maintenance – «C&M») weitergeführt. Der Hafen PNSA wird weiterhin als öffentlicher Hafen betrieben. 

Im Dezember hat die ANM Prodecos Antrag, die Minen Calenturitas und La Jagua auf C&M zu belassen, abgelehnt. Auf Anweisung der ANM hat Prodeco ein weiteres Mal geprüft, ob zusätzliche Kosten eingespart werden könnten, weil die ANM davon ausging, dass die Preise in Prodecos Zielmärkten niedrig bleiben werden. Diese erneute Überprüfung ist zum gleichen Ergebnis gekommen wie die vorgängigen Prüfungen, nämlich, dass die Wiederaufnahme des Betriebs weiterhin unwirtschaftlich ist. 

Die Entscheidung, die Bergbauverträge zu beenden, wurde nicht leichtfertig getroffen und ist ein enttäuschender Ausgang. In Kolumbien hat Prodeco in den letzten 30 Jahren über 3 Milliarden US-Dollar investiert und beinahe 3 Milliarden US-Dollar an Lizenzgebühren und Steuern gezahlt. Wir sind stolz auf die zahlreichen sozialen Projekte und Initiativen, die Prodeco unterstützt hat. Sie haben die Lebensqualität in den umliegenden Gemeinden spürbar verbessert und den wichtigen Friedensprozess in Kolumbien unterstützt.

Prodecos höchste Priorität sind ihre Mitarbeitenden und die lokalen Gemeinden. 

Prodeco wird sich mit ihren Mitarbeitenden, Lieferanten und den Gastgemeinden über die Auswirkungen und die nächsten Schritte austauschen. Prodeco hat den freiwilligen Sozialplan für den Personalabbau wiederaufgenommen. Der freiwillige Sozialplan geht deutlich über die gesetzlichen Anforderungen nach kolumbianischem Recht hinaus.

Das Rückgabeverfahren wird durch ein soziales Übergangsprogramm für die Belegschaft und die umliegenden Gemeinden unterstützt.