Produktionsbericht zum ersten Halbjahr 2022

veröffentlicht: 29/07/2022

Baar, Schweiz
29. Juli 2022

Hier finden Sie den vollständigen Bericht (ENG).

Glencore-CEO Gary Nagle: 

«Die Gesamtproduktion zeigt im Berichtszeitraum ein gemischtes Bild (5 Rohstoffe im Plus und 5 im Minus), was auf den Verkauf der Portfolios von Ernest Henry (Kupfer/Gold) und Bolivien (Zink) sowie auf geotechnische und verfahrenstechnische Herausforderungen in Katanga zurückzuführen ist, welche jedoch durch höhere Produktionsniveaus von Kobalt, Nickel und Ferrochrom und durch den zusätzlichen Beitrag von Cerrejón, das seit Anfang Januar vollständig in unserem Besitz ist, ausgeglichen wurde.

Unsere Produktionsprognose für das Gesamtjahr bleibt unverändert mit Ausnahme von Kupfer, wo die anhaltenden geotechnischen Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Katanga-Tagebau und die fortgesetzte Bewirtschaftung der höheren Mengen an säureverbrauchendem Erz weitgehend für die reduzierte Prognose von 1'060 kt (zuvor 1'110 kt) verantwortlich sind.

Weiterhin Priorität hat der Schutz derGesundheit und Sicherheit unserer Belegschaft. Leider mussten wir im ersten Halbjahr 2022 den Verlust eines Menschenlebens in den von Glencore geführten Betrieben verzeichnen. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir alle tödlichen Unfälle vermeiden können und müssen, und wir werden das Sicherheitsmanagement im gesamten Unternehmen weiter vorantreiben, um dies zu erreichen. Die Gesamthäufigkeitsrate der meldepflichtigen Verletzungen lag in den sechs Monaten bis Juni mit 2,3 Vorfällen pro Million Arbeitsstunden um 3% niedriger als im Vorjahr und um 14% niedriger als in den letzten zwei Jahren.

In diesem Zeitraum erzielten wir eine sehr starke finanzielle Performance (sowohl bei den Industrieanlagen als auch im Marketing), insbesondere aufgrund der dynamischen Energiemärkte, was auch ein Thema in dem nächste Woche erscheinenden Halbjahresbericht sein wird. In Verbindung mit den starken Ergebnissen, insbesondere im Bereich Marketing und vor allem im Energiebereich, hat sich unser Nettoumlaufvermögen im Berichtszeitraum deutlich erhöht, was mit den wesentlich höheren Öl-, Gas- und Kohlepreisen und den damit verbundenen höheren Marktschwankungen zusammenhängt. Diese Faktoren führen zu einer zeitlichen Diskrepanz zwischen dem positiven Nettozeitwert von physischen Terminverträgen (die nicht mit Einschüssen versehen sind) und den damit verbundenen Anforderungen an die Absicherung durch Derivate (die mit Einschüssen versehen sind). Auch die verschiedenen Rohstoffbörsen haben ihre Anforderungen an die Einschusszahlungen deutlich erhöht.»

 

Produktion aus eigenen Quellen – Gesamt1

 

 

H1 2022 H1 2021 Veränderung in %
Kupfer kt                   510,2                  598,0                       (15)

Kobalt

                       kt                    20,7                     14,8                       40

Zink

                       kt                 480,7                   581,8                       (17)
Blei                        kt                      95,1                    117,0                       (19)

Nickel

                       kt                    57,8                    47,7                        21
Gold                     koz                     334                     423                       (21)
Silber                     koz                 12'579                 15'984                       (21)
Ferrochrom                        kt                     786                     773                          2
Kohle                      mt                     55,4                    48,7                        14
Öl (Abnahmerechte-Basis)                   kboe                    3'132                   2'557                       22

1 Nur kontrollierte Industrieanlagen und Joint Ventures. Produktion ist auf einer 100 %-Basis, sofern nicht im Laufe dieses Berichts anders angegeben.

 

Wichtige Produktionszahlen für H1 

  • Die Eigenproduktion von Kupfer lag mit 510'200 Tonnen um 87'700 Tonnen (15%) unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2021, was auf die anhaltenden geotechnischen Einschränkungen in Katanga (35'500 Tonnen), die Änderung des Basiswerts durch den Verkauf von Ernest Henry im Januar 2022 (21'900 Tonnen), die Abbau-Sequenzierung bei Collahuasi (18'100 Tonnen) und die geringere Kupferproduktion im Zinkgeschäft von Glencore zurückzuführen ist.
  • Die Eigenproduktion von Zink lag mit 480'700 Tonnen um 101'000 Tonnen (17%) niedriger als im ersten Halbjahr 2021 und widerspiegelt damit die fortschreitende Reduzierung des südamerikanischen Portfolios durch Veräusserungen und Schliessungen (49'600 Tonnen), Covid-19-bedingte Abwesenheiten, die zu niedrigeren Erschliessungsraten und Änderungen in der Abbau-Sequenzierung bei Mount Isa (34'800 Tonnen) führten, sowie eine etwas geringere Produktion bei Antamina.
  • Die Eigenproduktion von Nickel lag mit 57'800 Tonnen um 10'100 Tonnen (21%) höher als im ersten Halbjahr 2021, was darauf zurückzuführen ist, dass 2022 in Koniambo beide Produktionslinien in Betrieb waren und der Betrieb in Murrin stabil verlief, während im Vergleichszeitraum Wartungsarbeiten im Gange waren. 
  • Die zurechenbare Ferrochromproduktion von 786'000 Tonnen war um 13'000 Tonnen (2%) höher als im ersten Halbjahr 2021 und widerspiegelt die konstante Schmelzhütten-Performance.
  • Die Kohleproduktion lag mit 55,4 Millionen Tonnen um 6,7 Millionen Tonnen (14%) höher als im ersten Halbjahr 2021, was vor allem auf die höhere zurechenbare Produktion von Cerrejón zurückzuführen ist, nachdem Glencore im Januar 2022 die verbleibende Zwei-Drittel-Beteiligung erworben hatte. Auf einer Like-for-Like-Basis lag die Gesamtproduktion der Gruppe um 0,5 Millionen Tonnen (1%) zurück. 
  • Unser Anteil an der Produktion gemäss der Vereinbarung über die gemeinsame Produktion (PSA) lag bei 3,1 Millionen Barrel Öläquivalent und damit um 0,6 Millionen Barrel (22%) höher als im ersten Halbjahr 2021, bedingt durch den Beginn der Gasphase des Alen-Projekts in Äquatorialguinea im März 2021.

 

Realisierte Preise

 

Realisiert
Mio. USD

¢/lb

$/t

Kupfer 393 8'664

Zink

173 3'824

Nickel

1'239 27'315

Der durchschnittliche Abrechnungskurs für Newcastle-Kohle (NEWC) lag im Berichtszeitraum bei 320 $/t. Nach Anwendung einer Portfoliomix-Anpassung (Bestandteil unserer regulären Kohle-Cashflow-Modellierung) von 84 $/t zur Darstellung z. B. von Preisbewegungen bei Kohlen von Nicht-NEWC-Qualität, Kokskohle-Margen und den Nachlaufeffekt der JPU-Festpreisverträge von 2021 kann ein durchschnittlicher realisierter Wärmeäquivalentpreis von ca. 236 $/t für alle Kohleabsatzmengen im ersten Halbjahr angesetzt werden.

 

Produktionsprognose

 

 

 

Aktuelles
GJ
Bisherige
Prognose
Derzeitige Prognose  

 

Gewichtung 2022

 

 

2021

2022

2022

 

H1

H2

Kupfer             kt            1'196    1'110 ± 30 1'060 ± 30  

48%

52%

Kobalt

            kt              31.3          45 ± 3          45 ± 3

 

46%

54%

Zink

            kt             1'118   1'010 ± 30   1'010 ± 30

48%

52%

Nickel

            kt               102         118 ± 5         118 ± 5

 

49%

51%

Ferrochrom

            kt           1'468   1'500 ± 30   1'500 ± 30

 

52%

48%

Kohle           mt               103          121 ± 5          121 ± 5  

46%

54%

1 Ausgenommen Volcan

Die Prognoseänderungen widerspiegeln hauptsächlich Folgendes: 

  • Kupferrückgang um 50 kt (5 %) – in erster Linie aufgrund der anhaltenden geotechnischen Einschränkungen im Katanga-Tagebau und des Managements eines höheren Anteils an säureverbrauchendem Erz sowie aufgrund der niedrigeren YTD-Run-Rate bei Mount Isa Copper, die grösstenteils auf Covid-19-bedingte Arbeitsausfälle zurückzuführen ist.
  • Kohle – die negativen Auswirkungen der jüngsten Überschwemmungen in New South Wales und die damit verbundenen Verzögerungen bei der Wiederherstellung der Bergwerksproduktion und der Logistikinfrastruktur sind in der obigen Tabelle noch nicht berücksichtigt, da die endgültige Bewertung noch aussteht

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:


Caterina Beffa
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Über Glencore
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Glencore beschäftigt etwa 135’000 Mitarbeitende, einschliesslich Auftragnehmer. Wir sind in über 35 Ländern vertreten – sowohl in etablierten als auch in rohstoffreichen Wachstumsregionen. Unsere industriellen Aktivitäten werden von einem globalen Netz aus mehr als 40 Marketingniederlassungen unterstützt. 

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Glencore ist sich der Verantwortung bewusst, zu den globalen Bemühungen zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens beizutragen. Unsere Ambition ist es, bis zum Jahr 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Gesamtemissionen zu sein. Im August 2021 haben wir unser mittelfristiges Emissionsreduktionsziel auf 50% bis 2035 erhöht (Basis: 2019) und ein neues kurzfristiges Ziel von 15% bis 2026 (Basis: 2019) festgelegt.

 

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