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Pilotprojekt Re|Source – Blockchain-Technologie für die durchgängige Rückverfolgbarkeit von Kobalt

Baar, Schweiz
20. Mai 2021

 

Die grossen Metall- und Bergbauunternehmen CMOC, Eurasian Resources Group (ERG) und Glencore testen in Zusammenarbeit mit Umicore, einem Batteriematerial-Lieferanten, das Pilotprojekt Re|Source zur Rückverfolgung von verantwortungsvoll produziertem Kobalt von der Mine bis zum Elektroauto. Ein globaler Pionier von elektrischen Fahrzeugen und einer der weltweit führenden Batteriehersteller sind ebenfalls Teil des Pilotprojekts. Dieses wird unter realen Betriebsbedingungen getestet: von vorgelagerten Kobaltproduktionsanlagen in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) bis hin zu nachgelagerten Produktionsstätten für Elektrofahrzeuge. Das Projekt läuft bis Ende 2021, die finale Lösung soll 2022 vorliegen.

Ivan Glasenberg, CEO von Glencore, sagte:

«Die Blockchain-Technologie bietet uns eine noch nie dagewesene Möglichkeit, die Lieferkette rückverfolgen zu können und nachzuvollziehen. Mit diesem Pilotprojekt unterstützen wir die Entwicklung dieses Tools für unsere Kunden, welche die Herkunft der Kobalteinheiten in ihren Produkten verstehen und nachweisen wollen. Die Rückverfolgbarkeit allein reicht jedoch nicht aus. Sie muss Teil einer umfassenderen Initiative der Industrie sein, Verbesserungen in der gesamten Kobaltlieferkette zu erreichen. Dies beginnt mit der Einhaltung von Standards für eine verantwortungsvolle Beschaffung. Hier sind die Standards der Responsible Minerals Initiative (RMI), der Cobalt Industry Responsible Assessment Framework CIRAF und des International Council on Mining & Metals (ICMM) massgebend. Auch ist die Unterstützung des handwerklichen Kleinbergbausektors (ASM) in der DR Kongo durch Multi-Stakeholder-Initiativen wie die Fair Cobalt Alliance (FCA) enorm wichtig.»

(Weitere Kommentare finden Sie unten)

Diese Partnerschaft zwischen wichtigen Unternehmen der Elektrofahrzeug-Lieferkette ist einzigartig. Die Blockchain-Technologie zielt darauf ab, die nachhaltigen Praktiken für jede Einheit Kobalt, die abgebaut, verarbeitet und in Endprodukten verwendet wird, zu beschleunigen. Das von CMOC, ERG und Glencore gegründete und 2019 gestartete Unternehmen Re|Source wurde später durch Umicore sowie einem Batterie-Unternehmen und einem Elektrofahrzeug-Produzenten ergänzt. Es wurde mit dem direkten Input von verantwortungsvollen Beschaffungs- und Lieferkettenexperten aus allen teilnehmenden Unternehmen entwickelt, um den wachsenden Bedarf an Transparenz in der Kobalt-Wertschöpfungskette proaktiv zu adressieren.

Die End-to-End-Zusammenarbeit zwischen wichtigen Akteuren der Kobaltindustrie, die in der DR Kongo tätig sind, setzt verschiedene Technologien ein, darunter Blockchain und Zero-Knowledge Proofs, um digitale Ströme mit physischen Materialströmen vor Ort zu verbinden. Die bahnbrechende Lösung wird vom Boutique-Technologie-Studio Kryha unterstützt, das Erfahrung mit der Rückverfolgbarkeit von Kohlenstoff-Fussabdrücken und Metallen hat und für Projekte mit dem World Economic Forum (WEF) bekannt ist. 

Die Mission des Konsortiums ist, sicherzustellen, dass das gesamte in Endprodukten verwendete Kobalt aus nachhaltiger Beschaffung stammt. Dafür integriert Re|Source eine umfassende Reihe industrieller Standards und Rahmenwerke für den nachhaltigen Abbau und die nachhaltige Beschaffung. Dazu gehören unter anderem Standards der ICMM, RMI, CIRAF, Copper Mark und der Initiative for Responsible Mining Assurance (IRMA). Das Projekt erforscht auch, wie Aspekte der Treibhausgas-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette nachvollzogen und offengelegt werden können.   

Zusätzlich zu den Hauptakteuren der Elektrofahrzeug-Lieferkette wird Re|Source in Zusammenarbeit mit einer umfassenden Gruppe von Branchenberatern und Anspruchsgruppen entwickelt. Re|Source spiegelt deren Erwartungen an alle Aspekte nachhaltig beschaffter Materialien wider und ist so konzipiert, dass sie von einer Vielzahl von Branchenakteuren genutzt werden kann.

Sie ist auch direkt mit dem Battery Passport Projekt der Global Battery Alliance (GBA) verlinkt, und zwar durch ERG, Umicore, Glencore und anderen Re|Source-Pilotpartnern, die Mitglieder der GBA sind. Der Battery Passport zielt darauf ab, die gesamte Wertschöpfungskette derart zu verändern, dass die Batterieproduktion verantwortungsvoller und nachhaltiger wird. Die Mitgliedsunternehmen sind davon überzeugt, dass diese Projekte sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam das übergreifende Ziel erfüllen werden, die Nachhaltigkeit in der gesamten Batterie-Lieferkette zu steigern.

Weitere Informationen zu Re|Source finden Sie unter www.re-source.tech


Anmerkungen:

Sun Ruiwen, CEO von CMOC, sagte:
«Re|Source ist eine sehr spannende Entwicklung in der globalen Batterieindustrie. Als ein weltweit führender Produzent und Händler von Kobalt haben sich CMOC und seine Handelsgesellschaft IXM der Förderung, Verarbeitung und Verwendung von Kobalt mit einem hohen Anspruch an Verantwortlichkeit verschrieben. Wir glauben, dass diese Initiative dazu beitragen wird, die Transparenz in der gesamten Wertschöpfungskette zu erhöhen. Vor dem Hintergrund der globalen Energiewende und dem Versprechen Chinas, bis 2060 kohlenstoffneutral zu sein, wächst und expandiert die Batterieindustrie rasant. Eine transparente und verantwortungsvolle Lieferkette, die alle Stakeholder mit dieser gemeinsamen Anstrengung zusammenbringt, wird das Vertrauen der Endverbraucher in den Rohstoff Kobalt stärken.»

Benedikt Sobotka, CEO von ERG und Co-Vorsitzende der GBA, sagte: 
«Die ERG ist stolz darauf, ein weltweit führender Kobaltproduzent zu sein, und betreibt die zweitgrösste eigenständige Kobaltproduktionsanlage mit einer Auslegungskapazität von 24 ktpa. Im Rahmen unserer kontinuierlichen Bemühungen, eine verantwortungsvolle Kobaltbeschaffung und -verarbeitung zu gewährleisten, lag ein Hauptaugenmerk der ERG auf der Zusammenarbeit mit führenden öffentlichen und privaten Organisationen, um auf den wachsenden Batteriemarkt zu reagieren, der die Energiewende und die kohlenstoffreduzierte Wirtschaft vorantreibt und die grösste Bestellung der Geschichte darstellt. Die Lösung Re|Source als Pilotprojekt ist ein wichtiger Meilenstein, der uns einen Schritt näher an die Entfaltung des bedeutenden Potenzials von Batterien bringt und gleichzeitig die Transparenz und Nachhaltigkeit von Batteriematerialien in der gesamten Wertschöpfungskette stärkt – was auch zur Mission der GBA gehört, deren Gründungsmitglied ERG ist.»

Marc Grynberg, CEO von Umicore, sagte: 
«Ich bin stolz darauf, Re|Source bei der Entwicklung einer Technologielösung zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit in der gesamten Batterieindustrie zu unterstützen. Seit vielen Jahren ist Umicore ein Vorreiter bei der Förderung einer nachhaltigen Wertschöpfungskette, indem es nur Batteriematerialien mit zertifizierter und ethischer Herkunft anbietet. Heute teilen wir unsere Expertise innerhalb dieses innovativen Konsortiums und nehmen an diesem Pilotprojekt zur Entwicklung einer branchenweiten Rückverfolgbarkeitstechnologie teil, was ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen Wertschöpfungskette für alle Batterien ist.»

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Medien

Sarah Antenore
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M +41 76 422 99 32
sarah.antenore@glencore.com
www.glencore.ch 

Glencore LEI: 2138002658CPO9NBH955

Hinweise für Redaktionen
Glencore ist eines der weltweit grössten diversifizierten Rohstoffunternehmen und ein bedeutender Produzent und Vermarkter von über 60 verantwortungsvoll geförderten Rohstoffen, die das tägliche Leben voranbringen. Zu den Betrieben unseres Unternehmens zählen über 150 Standorte im Bereich Bergbau und Metallurgie sowie Ölproduktionsanlagen.

Wir sind in über 35 Ländern vertreten – sowohl in etablierten als auch in rohstoffreichen Wachstumsregionen. Unsere industriellen Aktivitäten werden von einem globalen Netz aus mehr als 30 Marketingniederlassungen unterstützt.

Unsere Kunden sind Industrieverbraucher in den Bereichen Automobilindustrie, Stahl, Stromerzeugung, Batterieproduktion und Öl. Darüber hinaus bieten wir den Produzenten und Industrieverbrauchern von Rohstoffen Leistungen im Finanz- und Logistikbereich und andere Dienstleistungen an. Glencore beschäftigt etwa 135’000 Mitarbeitende, einschliesslich Auftragnehmer.

Glencore ist stolz darauf, Mitglied der Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte und des Internationalen Rats für Bergbau und Metalle (ICMM) zu sein. Wir sind ein aktives Mitglied der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI). Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Gesamtemissionen zu sein.

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