NACHHALTIGKEIT

Gemeinwesen und Menschenrechte

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Wir respektieren die Menschenrechte und unterstützen eine nachhaltige und langfristige Entwicklung der Gemeinden, in denen wir tätig sind. 

Warum das so wichtig ist

Wir unterstützen die Wirtschaft der Regionen, in denen wir tätig sind, indem wir lokale Mitarbeitende beschäftigen, Waren und Dienstleistungen vor Ort beziehen, Steuern und Förderabgaben bezahlen und in die Infrastruktur investieren. 

Zusammen mit diversen Stakeholdern realisieren unsere Betriebe zudem Projekte zur Förderung der langfristigen wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Gemeinden. Dies treibt auch die sozioökonomische Entwicklung der lokalen Bevölkerung voran.

Unser Ansatz – Lokale Gemeinwesen

Wir möchten mit unseren Stakeholdern und den lokalen Gemeinden konstruktive und langfristige Beziehungen aufbauen und pflegen. Ein offener und transparenter Dialog mit unseren Stakeholdern ist für unsere Akzeptanz in der lokalen Bevölkerung und somit für unsere Zukunft unerlässlich. 

Es ist uns ein grosses Anliegen, alle Menschen, die wir mit unserer Tätigkeit tangieren, in unsere Arbeit einzubeziehen und ihnen Gehör zu schenken. Damit beabsichtigen wir, einen sozioökonomischen Nutzen für die lokalen Gemeinschaften zu schaffen. Die Wahrung der Menschenrechte spielt dabei eine zentrale Rolle.

Einbindung von Stakeholdern bei Glencore

Wir möchten an den Orten, in denen wir tätig sind, auch die Bedürfnisse schutzbedürftiger Gruppen berücksichtigen. Zu diesen Gruppen gehören sowohl die indigene Bevölkerung, Frauen und Kinder sowie Menschen mit Behinderung, ältere Menschen und Opfer von Konflikten.

An Standorten, die sich auf Stammesgebieten indigener Gemeinschaften oder in deren Nähe befinden, beispielsweise in Australien und Kanada, treffen wir vertragliche Vereinbarungen mit diesen Gemeinschaften.

Einen sozioökonomischen Mehrwert schaffen

Über unseren wirtschaftlichen Einfluss hinaus möchten wir auch einen sozioökonomischen Mehrwert schaffen – etwa, indem wir die Entwicklung von Unternehmen sowie Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder die Wasserversorgung und den Strassenbau fördern. 

Die Ausarbeitung von Programmen zur Förderung der Entwicklung des Gemeinwesens ist integraler Bestandteil unseres kommunalen Engagements.
 
In der Demokratischen Republik Kongo beteiligen wir uns an Programmen der örtlichen Genossenschaften zur gezielten Bekämpfung des illegalen Kleinbergbaus (engl. artisanal mining). Damit verfolgen wir das Ziel, nachhaltige Einkommensquellen für die Bevölkerung zu schaffen, die ihnen eine Alternative zum illegalen Kleinbergbau bieten.

Im Norden von Kanada haben wir ein Ausbildungsprogramm für Inuit initiiert. Die Inuit sind eine in Nunavik lebende indigene Völkergruppe. Während zwei Jahren werden die teilnehmenden Inuit zu Bergbaumitarbeitenden ausgebildet. Danach erhalten sie eine Festanstellung in der Raglan Mine, einem Nickelbetrieb von Glencore. Für dieses Engagement wurden wir 2018 sogar ausgezeichnet.

Glencore

"Tamatumani" - Ein zweiter Start für Inuit

In Nunavik, einer Region im Norden von Kanada, hat Glencore das Ausbildungsprogramm «Tamatumani» für die dort ansässige indigene Völkergruppe initiiert.

Schulungen zur Verbesserung der Beziehungen zu den Gemeinden

Im Jahr 2017 haben wir ein Programm für Führungskräfte in Gemeinden (Community Leadership Programme) eingeführt. Das Programm ist so gestaltet, dass es auf die lokalen Bedürfnisse angepasst werden. Es unterstützt unsere Mitarbeitenden bei der Zusammenarbeit mit den Gemeinden und bei der Einhaltung globaler Standards. Ziel ist es, die sozialen Fähigkeiten unserer operativen Teams zu verbessern.

Wir empfehlen unseren Standorten, das Programm an ihre lokalen Bedürfnisse anzupassen. 

Unser Ansatz – Menschenrechte

Wir wahren die Menschenrechte unserer Mitarbeitenden und der lokalen Bevölkerung und handeln im Einklang mit 

  • der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN), 
  • den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGP), 
  • dem UN Global Compact, 
  • den Kernübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 
  • und den Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte (Voluntary Principles). 

2018 haben wir unseren ersten Menschenrechtsbericht veröffentlicht. Der Bericht zeigt auch, welchen Ansatz wir bezüglich Menschenrechte verfolgen und was wir erreicht haben. Die Publikation gibt einen Überblick über die Risiken, die für Glencore beim Thema Menschenrechte zentral sind. Zudem stellt der Bericht Massnahmen vor, mit welchen wir diese Risiken kontrollieren und reduzieren.

Den Bericht finden Sie auf unserer globalen Webseite (ENG) 

Wir haben eine für das gesamte Unternehmen verbindliche Menschenrechtsrichtlinie ausgearbeitet. An Standorten in Regionen, in denen das Risiko von Menschenrechtsverstössen durch beauftragte Sicherheitsunternehmen hoch ist, haben wir die Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte (Voluntary Principles) implementiert. 

Darüber hinaus ergreifen wir folgende Massnahmen:

  • Wir suchen den Dialog mit den Regierungen der Länder, in denen wir tätig sind, um das Bewusstsein für internationale Menschenrechtsstandards zu schärfen und eine verantwortungsvolle Praxis zu fördern.
  • Wir verfügen über klare Richtlinien, in denen auch die Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Sicherheitsdienstleistern geregelt ist.
  • Bestimmungen zu Menschenrechtsstandards sind in den vertraglichen Vereinbarungen mit privaten Sicherheitsdienstleistern verankert. 
  • Wir definieren die Aufgaben und Verantwortlichkeiten öffentlicher Sicherheitskräfte, die in unseren Bergwerken anwesend sind. Die öffentlichen Sicherheitskräfte unterliegen allerdings ihrer eigenen Hierarchie und Befehlskette und erstatten dieser entsprechend Bericht. 
  • Unsere Mitarbeitenden und Vertragspartner im Sicherheitsbereich werden zu den Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte geschult. 

 

Verstösse gegen die Menschenrechte, einschliesslich Beschwerden und Missstände, werden dem HSEC-Ausschuss des Verwaltungsrates gemeldet. Dieser geht den Ursachen auf den Grund und legt entsprechende Korrekturmassnahmen fest. 

Wir sind uns des Risikos moderner Formen der Sklaverei bewusst und dokumentieren unseren Fortschritt in diesem Bereich anhand eines jährlichen Berichts, dem Glencore Modern Slavery Statement (ENG).

Die Umsiedlung von Gemeinden versuchen wir, wenn immer möglich, zu vermeiden. Falls kein Weg an einer Umsiedlung vorbeiführt, befolgen wir die von der International Finance Corporation erlassenen Richtlinien für die Umsiedlung – den IFC Performance Standard 5. Dieser Standard spiegelt die internationale führende Praxis wider.
 

Glencore

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