Mit Bildung gegen Armut

Author: Glencore | Datum: 12/11/2019

In der südafrikanischen Gemeinde Thaba Chweu gibt es keine Hochschule. Um die in der Region weit verbreitete Armut zu bekämpfen, unterstützt unser Verhüttungswerk Lydenburg die Gemeinde mit dem Ausbau von Bildungsmöglichkeiten.

In Thaba Chweu leben rund 110'000 Menschen - viele davon sind von Armut betroffen. Experten sind sich einig: Bildung spielt bei der Bekämpfung von Armut eine wichtige Rolle, da sie die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung einer Region unterstützt. 

Mit 50’000 Einwohnern ist Lydenburg die grösste Stadt in der Gemeinde Thaba Chweu. Vor einigen Jahren errichteten die lokalen Behörden dort grosse Werkstätten für öffentliche Arbeiten. Viele dieser Gebäude stehen heute aber leer. Deshalb will die lokale Abteilung für Höhere Bildung sie in Hochschulen umbauen. 

Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützt unser Verhüttungswerk Lydenburg die Entwicklung des Ehlanzeni TVET College. Das College bietet ein breites Angebot an Kursen und Qualifizierungen. Es  unterstützt die Studierenden ausserdem finanziell und ermöglicht so auch einkommenschwachen Familien, ihre Kinder an eine Hochschule zu schicken.

Das College hat sieben Campusse, von denen einer in dem eher ländlichen Bezirk Mashishing liegt. Unser Verhüttungswerk hat vor allem diesen Campus mitfinanziert. Im Oktober letzten Jahres wurde mit dem Bau von neun Unterrichtsräumen, vier Werkstätten, einem Verwaltungsgebäude, einem Prüfungssaal, einem Studentenbetreuungszentrum sowie einem Garten begonnen. Das College wurde ausserdem mit 80 Computern ausgerüstet. In jedem Unterrichtsraum gibt es einen Projektor und einen Bildschirm. 

Diesen Januar startete für rund 370 Studenten der Unterricht. Der Lehrplan wurde von der Abteilung für Höhere Bildung in Zusammenarbeit mit lokalen Industrie- und Bergbauunternehmen entwickelt und ist entsprechend auf die Erfordernisse des lokalen Arbeitsmarkes zugeschnitten. Unterrichtet werden einerseits ingenieurtechnische Themen wie Elektrik, Mechanik, Kesselschmiede, Motoren, Montage und Bearbeitung. Andererseits werden auch Managementkompetenzen und Computerkenntnisse geschult. Ab Januar 2020 soll eine nationale berufliche Weiterbildung in den Bereichen Kfz-Reparatur und -Instandhaltung sowie dem Bau von elektrischen Infrastrukturen angeboten werden.