Zurück Einblicke & Geschichten

Eine Leidenschaft für Trekking und Triathlons: Das ist Bergbau-Expertin Aline Cote

Author: Glencore | Datum: 11/02/2020

Aline Cote ist Explorationsgeologin. Als Global Head of Mining Technical Services in der Zinkabteilung leitet sie ein 35-köpfiges Team in unserer Zinkmine in Montreal, Kanada. Trotz ihres vollen Terminplans und den vielen Dienstreisen findet die leidenschaftliche Triathletin auch immer wieder Zeit für Wettkämpfe. Ihr Durchhaltevermögen und ihr Leistungswille zeigen sich auch im Beruf: 2016 gehörte sie zu den «Top 100 Women in Mining».

Wir haben Aline an unserem Hauptsitz in Baar getroffen, um mehr über ihre Karriere und ihren Sport zu erfahren. Dabei gab sie auch Tipps für Frauen, die sich für eine Karriere im Bergbau interessieren.

Glencore

Aline Cote
Explorationsgeologin

Warum hast Du dich für ein wissenschaftliches Studium entschieden?

Ich wollte schon immer Wissenschaftlerin werden. Ich habe Chemie und Mathematik geliebt und davon geträumt, die Welt zu Fuss zu erkunden. So bin ich bei der Geologie gelandet. Sie bietet alles: ein Leben im Freien sowie viel geistige und körperliche Aktivität. Es gibt Tage, da läuft man zehn Kilometer durch die Wüste, um neue Lagerstätten zu entdecken. Das ist genau das, was ich wollte.

Was bedeutet es, Explorationsgeologin im Bergbausektor zu sein?

Du wählst nicht nur einen Beruf, sondern eine Lebensart. Nur vier von meinen 200 Mitstudierenden sind bei diesem Beruf geblieben. Es ist nicht wie die Arbeit im Labor: Es kann vorkommen, dass du über eine lange Zeit allein am Ende der Welt bist. Wenn du acht Wochen lang durch die Arktis trekkst oder im Busch zeltest, gibt es keine Unterhaltung. Da merkt man sehr schnell, ob einem diese Art zu leben gefällt oder nicht. Ich liebe es!

Wie bringst du Arbeit und Triathlons unter einen Hut?

Ich muss acht bis zehn Stunden in der Woche trainieren. Wenn ich beruflich unterwegs bin, ist das schwierig. Deshalb plane ich bereits zu Beginn jedes Jahres alle meine Rennen für die nächsten 12 Monate. Sobald der Plan steht, habe ich Druck – und das motiviert mich.

Was bedeutet dir Work-Life-Balance?

Wenn ich nicht für Triathlons trainieren würde, könnte ich meine Arbeit nicht machen. Mein Job erfordert mentale und körperliche Disziplin. Ich wechsle ständig die Zeitzonen und muss mit wenig Schlaf auskommen. Deshalb ist körperliche Fitness eine Voraussetzung. Aber ich mache Triathlons auch, weil

sie mir Angst machen. Ich weiss nie, ob ich gut genug sein werde. So bleibe ich mit beiden Beinen auf dem Boden und baue Stress ab.

Du warst die erste weibliche Chefgeologin bei Xstrata (jetzt Teil von Glencore) und wurdest als ein inspirierendes weibliches Vorbild im Bergbau geehrt. Was ist deine Erfolgsstrategie?

Ich wollte immer grossartige Dinge tun. Aber egal, wie gut man ist, man braucht immer Mentoren – ich hatte drei davon. Sie haben meine berufliche Laufbahn massgeblich beeinflusst. Sie erkannten mein Potenzial, haben das Beste aus mir herausgeholt und mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Allein hätte ich das nicht geschafft. Und diese Förderung ist eben auch heute noch Teil unserer Unternehmenskultur. Das Beste daran, eine der Top 100 Women in Mining zu sein, ist das Wissen, dass mein Chef mich dafür vorgeschlagen hat. Da sind mir Flügel gewachsen. Zu wissen, dass jemand meinen Einsatz erkennt und schätzt, hat mich nur noch mehr motiviert.

Hast Du einen Rat für junge Frauen, die im Bergbau arbeiten wollen?

Tut es für euch selbst, weil ihr es liebt und nicht, weil ihr jemandem etwas beweisen wollt. Egal für welche Industrie man arbeitet, man wird immer mit Herausforderungen konfrontiert sein. Lasst euch nicht weismachen, dass ihr etwas wegen eures Geschlechts nicht könnt.

Wie würdest Du deine Karriere in wenigen Worten beschreiben?

Sie fängt erst an!

Diversität ist für unser Geschäft von wesentlicher Bedeutung. Unser Ziel ist deshalb, eine vielfältige und integrative Belegschaft zu fördern. Dazu stellen wir traditionelle Denkweisen in Frage und unterstützen die Vielfalt des Denkens. Wie wir das genau umsetzen und warum ein länderspezfischer Ansatz dabei essenziell ist, erfahren Sie in unserem Artikel Vielfalt im Rohstoffsektor